Der wohl filigranste und beliebteste Feuilletonist des Berliner Tageblatt im PT - höchstwahrscheinlich eine Übernahme. Wie viele Skizzen Auburtins ist auch diese winzig, wie hingehaucht, an Altenberg erinnernd - mit dem Unterschied vielleicht, daß Altenberg netter über Kinder dachte.
Die Anspielung auf die große Karriere, die einem als Gepäckträger bevorsteht, ist natürlich ein Seitenhieb auf die Inflation 1923.
"Mir sind kleine Kinder gräßlich. Nicht etwa deshalb, weil sie uns bemachen, wenn wir sie auf den Schoß nehmen. Im Gegenteil, das ist vielleicht noch die einzige charaktervolle Eigenschaft der Kinder. Es ist ein Zeichen, daß sie ein Gefühl von persönlicher Würde haben. Wenn mich jemand auf den Schoß nehmen wollte, würde ich ihn auch von oben bis unten vollmachen."
Ausgabe vom 16.10.1923, Seite 4
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Das Prager Tagblatt
Das Prager Tagblatt entwickelte sich nach 1900 zu einer der aufregendsten und hochkarätigsten Tageszeitungen Europas.
Es beschäftigte einige der berühmtesten Feuilletonisten der Zeit:
Egon Erwin Kisch, Joseph Roth, Alfred Polgar, Anton Kuh, Max Brod, Alfred Döblin und viele andere. Außerdem verfügte es über exzellente Auslandskorrespondenten und veröffentlichte andere große Feuilletons befreundeter Redaktionen, u.a. Texte von Erich Kästner, Kurt Tucholsky, Sling und Victor Auburtin.
Seit einigen Jahren stellt die Wiener Nationalbibiliothek die Ausgaben im Netz zur Verfügung. Der Blog dokumentiert Entdeckungen, die mir beim Stöbern aufgefallen sind und die vielleicht auch andern Literaturfreunden Spaß machen - denn der größte Teil der Texte ist nie in Buchform erschienen bzw. nur noch schwer zu erreichen.
Das gerühmte Feuilleton nach 1900 steht dabei im Zentrum dieser Anthologie - aber ich werde natürlich auch auf bemerkenswerte Meldungen aller Jahrgänge und interessante Artikel des 19. Jahrhunderts aufmerksam machen.
Es beschäftigte einige der berühmtesten Feuilletonisten der Zeit:
Egon Erwin Kisch, Joseph Roth, Alfred Polgar, Anton Kuh, Max Brod, Alfred Döblin und viele andere. Außerdem verfügte es über exzellente Auslandskorrespondenten und veröffentlichte andere große Feuilletons befreundeter Redaktionen, u.a. Texte von Erich Kästner, Kurt Tucholsky, Sling und Victor Auburtin.
Seit einigen Jahren stellt die Wiener Nationalbibiliothek die Ausgaben im Netz zur Verfügung. Der Blog dokumentiert Entdeckungen, die mir beim Stöbern aufgefallen sind und die vielleicht auch andern Literaturfreunden Spaß machen - denn der größte Teil der Texte ist nie in Buchform erschienen bzw. nur noch schwer zu erreichen.
Das gerühmte Feuilleton nach 1900 steht dabei im Zentrum dieser Anthologie - aber ich werde natürlich auch auf bemerkenswerte Meldungen aller Jahrgänge und interessante Artikel des 19. Jahrhunderts aufmerksam machen.
Donnerstag, 16. Juli 2009
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