"Sind Sie abergläubisch? Ich? Keine Spur! Aber Sie? Es handelt sich übrigens doch hier gar nicht um mich, sondern um Sie, denn ich habe Sie ja gefragt!"
Die Dame von Welt toleriert die widerliche Spinne am Abend,
läßt sie aber am Morgen von Dienstmädchen totschlagen, denn:
Spinne am Morgen bringt Kummer und Sorgen.
Polly Tieck war eins der größten weiblichen Talente des Feuilletons der zwanziger Jahre - sie schrieb auch einige brillante Artikel für Stefan Großmanns Zeitschrift "Das Tage-Buch". Ihre Artikel sind selten, kostbar und rar wie Diamanten - sobald ich im Riesenmeer des PT ein Feuilleton von ihr finde, werde ich es posten.
Dieses hier stammt vom 1.7.1928 (S.5) - ein Sonntag. Die Sonntagsausgaben des PT in den 20ern waren legendär - solche Qualität hatte kaum eine andre Zeitung zu bieten.
Und solche Prominenz! Auf Seite Sechs befinden sich auch noch Artikel von Dada- Mitbegründerin Claire Goll, Anton Kuh und Humorist Roda Roda.
Im Beilagenteil ist ein Sport-Gedicht von Kabarettistin Carola Neher.
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Das Prager Tagblatt
Das Prager Tagblatt entwickelte sich nach 1900 zu einer der aufregendsten und hochkarätigsten Tageszeitungen Europas.
Es beschäftigte einige der berühmtesten Feuilletonisten der Zeit:
Egon Erwin Kisch, Joseph Roth, Alfred Polgar, Anton Kuh, Max Brod, Alfred Döblin und viele andere. Außerdem verfügte es über exzellente Auslandskorrespondenten und veröffentlichte andere große Feuilletons befreundeter Redaktionen, u.a. Texte von Erich Kästner, Kurt Tucholsky, Sling und Victor Auburtin.
Seit einigen Jahren stellt die Wiener Nationalbibiliothek die Ausgaben im Netz zur Verfügung. Der Blog dokumentiert Entdeckungen, die mir beim Stöbern aufgefallen sind und die vielleicht auch andern Literaturfreunden Spaß machen - denn der größte Teil der Texte ist nie in Buchform erschienen bzw. nur noch schwer zu erreichen.
Das gerühmte Feuilleton nach 1900 steht dabei im Zentrum dieser Anthologie - aber ich werde natürlich auch auf bemerkenswerte Meldungen aller Jahrgänge und interessante Artikel des 19. Jahrhunderts aufmerksam machen.
Es beschäftigte einige der berühmtesten Feuilletonisten der Zeit:
Egon Erwin Kisch, Joseph Roth, Alfred Polgar, Anton Kuh, Max Brod, Alfred Döblin und viele andere. Außerdem verfügte es über exzellente Auslandskorrespondenten und veröffentlichte andere große Feuilletons befreundeter Redaktionen, u.a. Texte von Erich Kästner, Kurt Tucholsky, Sling und Victor Auburtin.
Seit einigen Jahren stellt die Wiener Nationalbibiliothek die Ausgaben im Netz zur Verfügung. Der Blog dokumentiert Entdeckungen, die mir beim Stöbern aufgefallen sind und die vielleicht auch andern Literaturfreunden Spaß machen - denn der größte Teil der Texte ist nie in Buchform erschienen bzw. nur noch schwer zu erreichen.
Das gerühmte Feuilleton nach 1900 steht dabei im Zentrum dieser Anthologie - aber ich werde natürlich auch auf bemerkenswerte Meldungen aller Jahrgänge und interessante Artikel des 19. Jahrhunderts aufmerksam machen.
Freitag, 10. Juli 2009
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