Das nervöse fien de siecle begann sich Mitte der 90er Jahre des 19. Jahrhunderts allmählich auch darüber Sorgen zu machen, ob nicht Aliens auf Mars und Venus eine Bedrohung für die Menschen darstellen könnten. Erster Gipfelpunkt dieser Entwicklung war H.G.Wells' Roman "Krieg der Welten" (1898). Einer der großen Unruhestifter in Sachen Weltuntergang war der französische Astronom Camille Flammarion, der hier im Text auch namentlich erwähnt wird. Er war einer der radikalsten Vertreter der Theorie, daß der Mars der Erde in vielen Details sehr ähnlich sei. Dohany gibt seine Thesen zwar präsise wieder, bleibt aber erfrischend skeptisch.
"Ob es nun wirklich wahr ist, daß es außer der Erde noch bewohnte Welten gibt, und ob wir nach deren Entdeckung etwa mittels Luftfahrt mit ihnen in Verbindung werden treten können, wie dies nach der Entdeckung Amerikas durch die Seefahrt möglich ist, dies alles birgt die Zukunft in ihr geheimnisvolles Dunkel."
Ausgabe vom 16.3.1894, Seite 1
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Das Prager Tagblatt
Das Prager Tagblatt entwickelte sich nach 1900 zu einer der aufregendsten und hochkarätigsten Tageszeitungen Europas.
Es beschäftigte einige der berühmtesten Feuilletonisten der Zeit:
Egon Erwin Kisch, Joseph Roth, Alfred Polgar, Anton Kuh, Max Brod, Alfred Döblin und viele andere. Außerdem verfügte es über exzellente Auslandskorrespondenten und veröffentlichte andere große Feuilletons befreundeter Redaktionen, u.a. Texte von Erich Kästner, Kurt Tucholsky, Sling und Victor Auburtin.
Seit einigen Jahren stellt die Wiener Nationalbibiliothek die Ausgaben im Netz zur Verfügung. Der Blog dokumentiert Entdeckungen, die mir beim Stöbern aufgefallen sind und die vielleicht auch andern Literaturfreunden Spaß machen - denn der größte Teil der Texte ist nie in Buchform erschienen bzw. nur noch schwer zu erreichen.
Das gerühmte Feuilleton nach 1900 steht dabei im Zentrum dieser Anthologie - aber ich werde natürlich auch auf bemerkenswerte Meldungen aller Jahrgänge und interessante Artikel des 19. Jahrhunderts aufmerksam machen.
Es beschäftigte einige der berühmtesten Feuilletonisten der Zeit:
Egon Erwin Kisch, Joseph Roth, Alfred Polgar, Anton Kuh, Max Brod, Alfred Döblin und viele andere. Außerdem verfügte es über exzellente Auslandskorrespondenten und veröffentlichte andere große Feuilletons befreundeter Redaktionen, u.a. Texte von Erich Kästner, Kurt Tucholsky, Sling und Victor Auburtin.
Seit einigen Jahren stellt die Wiener Nationalbibiliothek die Ausgaben im Netz zur Verfügung. Der Blog dokumentiert Entdeckungen, die mir beim Stöbern aufgefallen sind und die vielleicht auch andern Literaturfreunden Spaß machen - denn der größte Teil der Texte ist nie in Buchform erschienen bzw. nur noch schwer zu erreichen.
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Donnerstag, 16. Juli 2009
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