Von der Wahl des US-Präsidenten Herbert C. Hoover 1929 berichtet exlusiv der beste deutsche Reporter der 20er Jahre: Egon Erwin Kisch.
Ein berühmter Text, den Kisch ein Jahr später in sein Reisebuch "Paradies Amerika" aufgenommen hat ("Vorabend, Tag und Nacht der Präsidentenwahl"). Dabei hat Kisch wie so oft die Urfassung stilistisch bearbeitet. Bezeichnend ist, daß er später Stellen, die ihm als Rassismus ausgelegt werden konnten, abgemildert hat (So streicht er das Wort "Niggerhimmel" , das sich hier im PT noch findet.)
Die kritische Analyse des amerikanischen Wahlzirkus' ist nach wie vor aktuell.
"Der Kandidat der republikanischen Partei war gegen den Kandidaten der demokratischen Partei gewählt worden. Aber die demokratische Partei ist natürlich durchaus republikanisch, und die republikanische Partei würde es sich sehr verbitten, etwa für weniger demokratisch angesehen zu werden als die demokratische."
Ausgabe vom 3.2. 1929, Seite 4
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Das Prager Tagblatt
Das Prager Tagblatt entwickelte sich nach 1900 zu einer der aufregendsten und hochkarätigsten Tageszeitungen Europas.
Es beschäftigte einige der berühmtesten Feuilletonisten der Zeit:
Egon Erwin Kisch, Joseph Roth, Alfred Polgar, Anton Kuh, Max Brod, Alfred Döblin und viele andere. Außerdem verfügte es über exzellente Auslandskorrespondenten und veröffentlichte andere große Feuilletons befreundeter Redaktionen, u.a. Texte von Erich Kästner, Kurt Tucholsky, Sling und Victor Auburtin.
Seit einigen Jahren stellt die Wiener Nationalbibiliothek die Ausgaben im Netz zur Verfügung. Der Blog dokumentiert Entdeckungen, die mir beim Stöbern aufgefallen sind und die vielleicht auch andern Literaturfreunden Spaß machen - denn der größte Teil der Texte ist nie in Buchform erschienen bzw. nur noch schwer zu erreichen.
Das gerühmte Feuilleton nach 1900 steht dabei im Zentrum dieser Anthologie - aber ich werde natürlich auch auf bemerkenswerte Meldungen aller Jahrgänge und interessante Artikel des 19. Jahrhunderts aufmerksam machen.
Es beschäftigte einige der berühmtesten Feuilletonisten der Zeit:
Egon Erwin Kisch, Joseph Roth, Alfred Polgar, Anton Kuh, Max Brod, Alfred Döblin und viele andere. Außerdem verfügte es über exzellente Auslandskorrespondenten und veröffentlichte andere große Feuilletons befreundeter Redaktionen, u.a. Texte von Erich Kästner, Kurt Tucholsky, Sling und Victor Auburtin.
Seit einigen Jahren stellt die Wiener Nationalbibiliothek die Ausgaben im Netz zur Verfügung. Der Blog dokumentiert Entdeckungen, die mir beim Stöbern aufgefallen sind und die vielleicht auch andern Literaturfreunden Spaß machen - denn der größte Teil der Texte ist nie in Buchform erschienen bzw. nur noch schwer zu erreichen.
Das gerühmte Feuilleton nach 1900 steht dabei im Zentrum dieser Anthologie - aber ich werde natürlich auch auf bemerkenswerte Meldungen aller Jahrgänge und interessante Artikel des 19. Jahrhunderts aufmerksam machen.
Dienstag, 14. Juli 2009
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