Zu einem Titel kam er nicht mehr - das PT veröffentlicht das letzte Feuilleton des großen Tschechischen Dichters (Der Meteor, Der Krieg mit den Molchen), das eigentlich für eine andre Zeitung gedacht war. Am 28.12.1938 wirkt der Artikel fast wie ein Requiem auf die Tschechoslowakei und das PT selbst - nur Wochen später wird Hitler in Prag sein.
Das stille Essay arbeitet mit fast proustschen Bildern - der sterbende Capek assoziiert ganz einfache Erinnerungen, die ihm bei den Worten "England, Frankreich, Deutschland" usw. einfallen.
"...in dem Gasthaus selbst bin ich nie gewesen, ich habe es nur aus dem Zug irgendwo hinter Nürnberg erblickt. Es dämmerte schon, kein Mensch war zu sehen - und das Gasthaus war hoch und geräumig wie eine Kirche inmitten der alten spielzeugartigen Stadt, die wie in einer hohlen Hand zusammengedrängt war."
Ausgabe vom 28.12.1938, Seite 3
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Das Prager Tagblatt
Das Prager Tagblatt entwickelte sich nach 1900 zu einer der aufregendsten und hochkarätigsten Tageszeitungen Europas.
Es beschäftigte einige der berühmtesten Feuilletonisten der Zeit:
Egon Erwin Kisch, Joseph Roth, Alfred Polgar, Anton Kuh, Max Brod, Alfred Döblin und viele andere. Außerdem verfügte es über exzellente Auslandskorrespondenten und veröffentlichte andere große Feuilletons befreundeter Redaktionen, u.a. Texte von Erich Kästner, Kurt Tucholsky, Sling und Victor Auburtin.
Seit einigen Jahren stellt die Wiener Nationalbibiliothek die Ausgaben im Netz zur Verfügung. Der Blog dokumentiert Entdeckungen, die mir beim Stöbern aufgefallen sind und die vielleicht auch andern Literaturfreunden Spaß machen - denn der größte Teil der Texte ist nie in Buchform erschienen bzw. nur noch schwer zu erreichen.
Das gerühmte Feuilleton nach 1900 steht dabei im Zentrum dieser Anthologie - aber ich werde natürlich auch auf bemerkenswerte Meldungen aller Jahrgänge und interessante Artikel des 19. Jahrhunderts aufmerksam machen.
Es beschäftigte einige der berühmtesten Feuilletonisten der Zeit:
Egon Erwin Kisch, Joseph Roth, Alfred Polgar, Anton Kuh, Max Brod, Alfred Döblin und viele andere. Außerdem verfügte es über exzellente Auslandskorrespondenten und veröffentlichte andere große Feuilletons befreundeter Redaktionen, u.a. Texte von Erich Kästner, Kurt Tucholsky, Sling und Victor Auburtin.
Seit einigen Jahren stellt die Wiener Nationalbibiliothek die Ausgaben im Netz zur Verfügung. Der Blog dokumentiert Entdeckungen, die mir beim Stöbern aufgefallen sind und die vielleicht auch andern Literaturfreunden Spaß machen - denn der größte Teil der Texte ist nie in Buchform erschienen bzw. nur noch schwer zu erreichen.
Das gerühmte Feuilleton nach 1900 steht dabei im Zentrum dieser Anthologie - aber ich werde natürlich auch auf bemerkenswerte Meldungen aller Jahrgänge und interessante Artikel des 19. Jahrhunderts aufmerksam machen.
Samstag, 11. Juli 2009
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