Schon mal typisch für den merkwürdigen Humor des Pt, daß die Redaktion diese aufregende Reportage unter "Sport" einstellt. (Damals zählte Autofahren noch zu den sportlichen Betätigungen.) Der PT-Reporter fährt in Amerika während der Prohibition mit Schmugglern über die kanadisch-amerikanische Grenze.
"...diese Kerle bringen Geld unter die Leute, ohne Verschwender und Draufgänger zu sein; sie leben wie Sportsleute im harten Training, trinken keinen Tropfen Alkohol, weil die Hand, die in schwarzer Nacht das Lenkrad des mit abgeblendeten Lichtern und vierter Geschwindigkeit über holprige Landwege sausenden Kraftwagens führt, nicht zittern darf."
Sehr kleingedruckt, schwer zu entziffern, aber nicht unleserlich.
Wem das zu schwierig ist, der kann ja nebenstehende Theaterkritik von Alfred Polgar zu Hermann Bahrs "Unmensch" lesen.
Ausgabe vom 4. 1. 1921, Seite 5
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Das Prager Tagblatt
Das Prager Tagblatt entwickelte sich nach 1900 zu einer der aufregendsten und hochkarätigsten Tageszeitungen Europas.
Es beschäftigte einige der berühmtesten Feuilletonisten der Zeit:
Egon Erwin Kisch, Joseph Roth, Alfred Polgar, Anton Kuh, Max Brod, Alfred Döblin und viele andere. Außerdem verfügte es über exzellente Auslandskorrespondenten und veröffentlichte andere große Feuilletons befreundeter Redaktionen, u.a. Texte von Erich Kästner, Kurt Tucholsky, Sling und Victor Auburtin.
Seit einigen Jahren stellt die Wiener Nationalbibiliothek die Ausgaben im Netz zur Verfügung. Der Blog dokumentiert Entdeckungen, die mir beim Stöbern aufgefallen sind und die vielleicht auch andern Literaturfreunden Spaß machen - denn der größte Teil der Texte ist nie in Buchform erschienen bzw. nur noch schwer zu erreichen.
Das gerühmte Feuilleton nach 1900 steht dabei im Zentrum dieser Anthologie - aber ich werde natürlich auch auf bemerkenswerte Meldungen aller Jahrgänge und interessante Artikel des 19. Jahrhunderts aufmerksam machen.
Es beschäftigte einige der berühmtesten Feuilletonisten der Zeit:
Egon Erwin Kisch, Joseph Roth, Alfred Polgar, Anton Kuh, Max Brod, Alfred Döblin und viele andere. Außerdem verfügte es über exzellente Auslandskorrespondenten und veröffentlichte andere große Feuilletons befreundeter Redaktionen, u.a. Texte von Erich Kästner, Kurt Tucholsky, Sling und Victor Auburtin.
Seit einigen Jahren stellt die Wiener Nationalbibiliothek die Ausgaben im Netz zur Verfügung. Der Blog dokumentiert Entdeckungen, die mir beim Stöbern aufgefallen sind und die vielleicht auch andern Literaturfreunden Spaß machen - denn der größte Teil der Texte ist nie in Buchform erschienen bzw. nur noch schwer zu erreichen.
Das gerühmte Feuilleton nach 1900 steht dabei im Zentrum dieser Anthologie - aber ich werde natürlich auch auf bemerkenswerte Meldungen aller Jahrgänge und interessante Artikel des 19. Jahrhunderts aufmerksam machen.
Samstag, 11. Juli 2009
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