Das war noch, bevor sie Bestsellerautorin wurde: Ihr Brief-Liebesroman "Ich an dich"(1938) ist auch heute noch gefragte Antiquariatsware. Später wurde Dinah Nelken zur bekennenden Kommunistin und ihre Romane wurden in der DDR gern gedruckt - obwohl die Autorin in Westberlin lebte.
Das Spätwerk ist umstritten - fest steht, die junge Dinah Nelken hatte, ähnlich wie Gina Kaus und Irmgard Keun, durchaus dichterische Qualitäten.
Hier erzählt sie eine anrührende und bittere Liebesgeschichte, durchaus mit feinem Fingerspitzengefühl und einer Prise Sarkasmus.
"Nicht doch, murmelte sie schwach, doch lächelnd, die Augen schon geschlossen, und seltsam bleich in dem kalten, weißen Licht. Ihre Arme hoben sich um seinen Nacken, und in diesem ersten Kuß hielt er die Blicke auf die Perlen an ihrem Hals und auf ihren seidenen Schultern gerichtet, die sich nun wie Flügel in seinen Armen zusammenbogen."
Ausgabe vom 18.3.1930, Seite 3
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Das Prager Tagblatt
Das Prager Tagblatt entwickelte sich nach 1900 zu einer der aufregendsten und hochkarätigsten Tageszeitungen Europas.
Es beschäftigte einige der berühmtesten Feuilletonisten der Zeit:
Egon Erwin Kisch, Joseph Roth, Alfred Polgar, Anton Kuh, Max Brod, Alfred Döblin und viele andere. Außerdem verfügte es über exzellente Auslandskorrespondenten und veröffentlichte andere große Feuilletons befreundeter Redaktionen, u.a. Texte von Erich Kästner, Kurt Tucholsky, Sling und Victor Auburtin.
Seit einigen Jahren stellt die Wiener Nationalbibiliothek die Ausgaben im Netz zur Verfügung. Der Blog dokumentiert Entdeckungen, die mir beim Stöbern aufgefallen sind und die vielleicht auch andern Literaturfreunden Spaß machen - denn der größte Teil der Texte ist nie in Buchform erschienen bzw. nur noch schwer zu erreichen.
Das gerühmte Feuilleton nach 1900 steht dabei im Zentrum dieser Anthologie - aber ich werde natürlich auch auf bemerkenswerte Meldungen aller Jahrgänge und interessante Artikel des 19. Jahrhunderts aufmerksam machen.
Es beschäftigte einige der berühmtesten Feuilletonisten der Zeit:
Egon Erwin Kisch, Joseph Roth, Alfred Polgar, Anton Kuh, Max Brod, Alfred Döblin und viele andere. Außerdem verfügte es über exzellente Auslandskorrespondenten und veröffentlichte andere große Feuilletons befreundeter Redaktionen, u.a. Texte von Erich Kästner, Kurt Tucholsky, Sling und Victor Auburtin.
Seit einigen Jahren stellt die Wiener Nationalbibiliothek die Ausgaben im Netz zur Verfügung. Der Blog dokumentiert Entdeckungen, die mir beim Stöbern aufgefallen sind und die vielleicht auch andern Literaturfreunden Spaß machen - denn der größte Teil der Texte ist nie in Buchform erschienen bzw. nur noch schwer zu erreichen.
Das gerühmte Feuilleton nach 1900 steht dabei im Zentrum dieser Anthologie - aber ich werde natürlich auch auf bemerkenswerte Meldungen aller Jahrgänge und interessante Artikel des 19. Jahrhunderts aufmerksam machen.
Montag, 13. Juli 2009
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