Das Prager Tagblatt

Das Prager Tagblatt entwickelte sich nach 1900 zu einer der aufregendsten und hochkarätigsten Tageszeitungen Europas.
Es beschäftigte einige der berühmtesten Feuilletonisten der Zeit:
Egon Erwin Kisch, Joseph Roth, Alfred Polgar, Anton Kuh, Max Brod, Alfred Döblin und viele andere. Außerdem verfügte es über exzellente Auslandskorrespondenten und veröffentlichte andere große Feuilletons befreundeter Redaktionen, u.a. Texte von Erich Kästner, Kurt Tucholsky, Sling und Victor Auburtin.

Seit einigen Jahren stellt die Wiener Nationalbibiliothek die Ausgaben im Netz zur Verfügung. Der Blog dokumentiert Entdeckungen, die mir beim Stöbern aufgefallen sind und die vielleicht auch andern Literaturfreunden Spaß machen - denn der größte Teil der Texte ist nie in Buchform erschienen bzw. nur noch schwer zu erreichen.

Das gerühmte Feuilleton nach 1900 steht dabei im Zentrum dieser Anthologie - aber ich werde natürlich auch auf bemerkenswerte Meldungen aller Jahrgänge und interessante Artikel des 19. Jahrhunderts aufmerksam machen.

Freitag, 10. Juli 2009

Polly Tieck: Das schwarze Vorbild (1932)

Blondinenspott scheint auch schon bei den Urgroßeltern populär gewesen zu sein. Die bekennende Dunkelhaarige Polly Tieck regt sich drüber auf, daß so viele Frauen ihre Haare blondieren lassen, obwohl sie in der Origninalfarbe viel schöner aussehen.

Und:

"Brünette Frauen aller Länder, vereinigt euch! Eure heiligsten Güter sind in Gefahr!"

Leider ist es bisher nach vierjähriger Suche bei diesen beiden Feuilletons von Polly Tieck im PT geblieben. Für Mitteilungen zu neuen Funden bin ich dankbar.

Ausgabe vom 11. Februar 1932, Seite 3, unterm Strich


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