Es ist das Kennzeichen eines guten Feuilletonisten, aus Nichts einen geistreichen Text machen zu können. In dieser Hinsicht war Ludwig Klinenberger ein sehr guter Feuilletonist. Hier schreibt er über Wien, in dem des Sommerlochs wegen so gut wie nichts los ist.
"Auf den Straßen herrscht dörfliche Ruhe. Die kohlensauren Jungfrauen in den Sodahütten lassen die Köpfe wie welke Blumen hängen. Niemand aber bleibt stehen, um sie zu brechen. Frieden herrscht in der ganzen Stadt. Die Sicherheitswachleute schreiten gravitätisch auf und ab und hüten die Ordnung, welche von niemandem gestört wird."
Klinenberger, bekannt geworden als Theaterrezensent und früher Filmkritiker, berichtete aus Wien für einige ausländische (auch Berliner) Kunst- und Kulturzeitschriften . Um die Jahrhundertwende hat er eine große Menge an Artikeln für das PT verfaßt.
Ausgabe vom 18.7.1905, Seite 1
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Das Prager Tagblatt
Das Prager Tagblatt entwickelte sich nach 1900 zu einer der aufregendsten und hochkarätigsten Tageszeitungen Europas.
Es beschäftigte einige der berühmtesten Feuilletonisten der Zeit:
Egon Erwin Kisch, Joseph Roth, Alfred Polgar, Anton Kuh, Max Brod, Alfred Döblin und viele andere. Außerdem verfügte es über exzellente Auslandskorrespondenten und veröffentlichte andere große Feuilletons befreundeter Redaktionen, u.a. Texte von Erich Kästner, Kurt Tucholsky, Sling und Victor Auburtin.
Seit einigen Jahren stellt die Wiener Nationalbibiliothek die Ausgaben im Netz zur Verfügung. Der Blog dokumentiert Entdeckungen, die mir beim Stöbern aufgefallen sind und die vielleicht auch andern Literaturfreunden Spaß machen - denn der größte Teil der Texte ist nie in Buchform erschienen bzw. nur noch schwer zu erreichen.
Das gerühmte Feuilleton nach 1900 steht dabei im Zentrum dieser Anthologie - aber ich werde natürlich auch auf bemerkenswerte Meldungen aller Jahrgänge und interessante Artikel des 19. Jahrhunderts aufmerksam machen.
Es beschäftigte einige der berühmtesten Feuilletonisten der Zeit:
Egon Erwin Kisch, Joseph Roth, Alfred Polgar, Anton Kuh, Max Brod, Alfred Döblin und viele andere. Außerdem verfügte es über exzellente Auslandskorrespondenten und veröffentlichte andere große Feuilletons befreundeter Redaktionen, u.a. Texte von Erich Kästner, Kurt Tucholsky, Sling und Victor Auburtin.
Seit einigen Jahren stellt die Wiener Nationalbibiliothek die Ausgaben im Netz zur Verfügung. Der Blog dokumentiert Entdeckungen, die mir beim Stöbern aufgefallen sind und die vielleicht auch andern Literaturfreunden Spaß machen - denn der größte Teil der Texte ist nie in Buchform erschienen bzw. nur noch schwer zu erreichen.
Das gerühmte Feuilleton nach 1900 steht dabei im Zentrum dieser Anthologie - aber ich werde natürlich auch auf bemerkenswerte Meldungen aller Jahrgänge und interessante Artikel des 19. Jahrhunderts aufmerksam machen.
Mittwoch, 22. Juli 2009
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