Einige Zeit vergessen, ist er inzwischen wieder zum Bestsellerautor avanciert: Der Ungar Sandor Marai, bekannt geworden mit Romanen wie "Die Glut". Als junger Mann schrieb er auch für das PT.
Diese Artikel sind bisher nirgendwo veröffentlicht worden.
Hier ist einer der ersten, eine Impression aus Budapest 1925. Die ungarische Hauptstadt hat sich noch lange nicht vom 1. Weltkrieg erholt. Auch hier spielt ein Lieblingsthema des jungen Marai, die Armut, eine wichtige Rolle:
"Es gibt noch 30.000 Menschen in der Stadt, die es immer schon gab, die elegant gekleidet herumgehen, Geld haben und im Ritz oder in der Hungaria speisen. Die andern 900.000, die vor kurzem noch dasselbe taten, sind heute alle Pleite gegangen. In Budapest gibt es keinen Kredit mehr."
Klingt beängstigend nach 2009, finde ich...
Ausgabe vom 17.2. 1925, Seite 3
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Das Prager Tagblatt
Das Prager Tagblatt entwickelte sich nach 1900 zu einer der aufregendsten und hochkarätigsten Tageszeitungen Europas.
Es beschäftigte einige der berühmtesten Feuilletonisten der Zeit:
Egon Erwin Kisch, Joseph Roth, Alfred Polgar, Anton Kuh, Max Brod, Alfred Döblin und viele andere. Außerdem verfügte es über exzellente Auslandskorrespondenten und veröffentlichte andere große Feuilletons befreundeter Redaktionen, u.a. Texte von Erich Kästner, Kurt Tucholsky, Sling und Victor Auburtin.
Seit einigen Jahren stellt die Wiener Nationalbibiliothek die Ausgaben im Netz zur Verfügung. Der Blog dokumentiert Entdeckungen, die mir beim Stöbern aufgefallen sind und die vielleicht auch andern Literaturfreunden Spaß machen - denn der größte Teil der Texte ist nie in Buchform erschienen bzw. nur noch schwer zu erreichen.
Das gerühmte Feuilleton nach 1900 steht dabei im Zentrum dieser Anthologie - aber ich werde natürlich auch auf bemerkenswerte Meldungen aller Jahrgänge und interessante Artikel des 19. Jahrhunderts aufmerksam machen.
Es beschäftigte einige der berühmtesten Feuilletonisten der Zeit:
Egon Erwin Kisch, Joseph Roth, Alfred Polgar, Anton Kuh, Max Brod, Alfred Döblin und viele andere. Außerdem verfügte es über exzellente Auslandskorrespondenten und veröffentlichte andere große Feuilletons befreundeter Redaktionen, u.a. Texte von Erich Kästner, Kurt Tucholsky, Sling und Victor Auburtin.
Seit einigen Jahren stellt die Wiener Nationalbibiliothek die Ausgaben im Netz zur Verfügung. Der Blog dokumentiert Entdeckungen, die mir beim Stöbern aufgefallen sind und die vielleicht auch andern Literaturfreunden Spaß machen - denn der größte Teil der Texte ist nie in Buchform erschienen bzw. nur noch schwer zu erreichen.
Das gerühmte Feuilleton nach 1900 steht dabei im Zentrum dieser Anthologie - aber ich werde natürlich auch auf bemerkenswerte Meldungen aller Jahrgänge und interessante Artikel des 19. Jahrhunderts aufmerksam machen.
Samstag, 11. Juli 2009
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